Scharfe Kritik an Bochumer AfD: Brauner Wolf im sichtbar braunen Schafspelz

Karsten Rudolph, Vorsitzender der SPD Bochum
Karsten Rudolph, Vorsitzender der SPD Bochum
„Nicht einmal als halbherzig kann die mehr entschuldigende als verurteilende Stellungnahme der AfD Bochum zu den antisemitischen und nationalistischen Ausfällen ihres Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke bezeichnet werden.“
Mit scharfen Worten kritisierte der Bochumer SPD-Chef Karsten Rudolph die Bochumer AfD-Ratsfraktion.
„Die AfD gibt sich als Biedermann und versteckt dabei nicht einmal ihre Brandstifter. Das ist das Politikmodell dieser Neu-Rechtsradikalen Partei. Die Brandstifter werden zu Rednern und hinterher wird verharmlosend relativiert.
Jetzt kann niemand mehr sagen, die AfD sei eine demokratische Alternative.
Die AfD ist nicht der rechte Rand der Demokratie, sie ist die radikale Front einer rechtsextremistischen und menschenverachtenden Bewegung. Sie ist der braune Wolf im nun sichtbar braunen Schafspelz. Wer sich wirklich von einer solchen Politik distanzieren will, muss aus der AfD austreten. Will die Bochumer AfD-Ratsfraktion sich glaubwürdig von Höcke, Petry und Konsorten distanzieren, bleibt ihren Mitgliedern nur der Austritt aus dieser Partei und die Auflösung ihrer Fraktion“
, so nahm Karsten Rudolph für die Bochumer SPD eindeutig Stellung.