Mahnwache: Ausstieg aus der Atomenergie

Mahnwache gegen Atomenergie auf dem Rathausplatz Bochum Viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nahmen gestern Abend an einer Mahnwache auf dem Rathausplatz teil. Ihre Forderung: Ausstieg aus der Atomenergie. Hintergrund sind die dramatischen Ereignisse nach dem Erdbeben in Japan. In der Bildmitte: Dieter Fleskes, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Bochum. Ebenfalls dabei die Ratsmitglieder Gudrun Goldschmidt, Reiner Kühlborn und Friedhelm Lueg sowie die Landtagsabgeordneten Carina Gödecke und Serdar Yüksel.

Das SPD-Präsidium hatte gestern unter anderem gefordert, die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke zurück zu nehmen. „Deutschland muss zu seinem ursprünglichen Ziel zurück: Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2020“, heißt es in einer Erklärung der SPD. Die unter SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder eingeleitete Energiewende solle fortgesetzt und beschleunigt werden.

In der Erklärung heißt es weiter: „Die SPD warnt davor, die schrecklichen Ereignisse in Japan als einzigartige Katastrophe einzuordnen, die sich in Deutschland nicht wiederholen könne. Auch in Deutschland seien Szenarien mit katastrophalen Folgen denkbar. Deshalb soll aus Sicht der SPD-Führung das Drama im Atomkraftwerk Fukushima 1 das Ende dieser vom Menschen entfesselten, aber nie beherrschten Technologie markieren. Der Illusion einer Welt ohne hoch sensibler Atomenergieanlagen innerhalb weniger Jahre geben sich die Sozialdemokraten nicht hin. Aber in Deutschland müsse nun der Ausstieg beginnen – endgültig und unumkehrbar“.

SPD-Präsidium: Die Energiewende soll beschleunigt werden (14. März 2011)