Kunst im öffentlichen Raum / Hans Hanke: Künftig soll erst der Kulturausschuss gefragt werden

 

Über jedes Kunstwerk im öffentlichen Raum, das umgesetzt oder entfernt oder in dessen unmittelbarem Umfeld Veränderungen vorgenommen werden sollen, soll vorab der Ausschuss für Kultur und Sport gefragt werden. Damit will die SPD-Fraktion nach den Worten ihres kulturpolitischen Sprechers Dr. Hans Hanke Lehren aus der Panne ziehen, die mit der Zerstörung der Hajek-Skulptur im Schulzentrum Wiemelhausen endete. Zunächst soll die Verwaltung eine Bestandsaufnahme aller Kunstwerke im öffentlichen Raum erstellen beziehungsweise die vorhandenen aktualisieren und in Zukunft auch aktuell halten.

Hans Hanke - kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion Bochum

Der Abriss der Hajek-Skulptur an der Hans-Böckler-Schule, die Bauarbeiten im Umfeld der Morellet-Plastik am Springerplatz, der Umgang mit dem Stahlfalter von Maciej Szankowski am Nordbad sowie der Verlust des Steinreliefs von Willy Meller in der ehemaligen Hauptpost haben gezeigt, dass der Umgang mit Kunstwerken im öffentlichen Raum oft die nötige Wertschätzung vermissen lässt, so Hans Hanke. Das schade dem Ruf der Stadt Bochum als Kulturstadt.

Die SPD-Fraktion schlägt außerdem die Einrichtung einer “Kunstkommission” vor. Sie könnte aus Mitgliedern des Kulturausschusses, des Stadtentwicklungsausschusses sowie Bürgerinnen und Bürgern bestehen und immer dann zusammengerufen werden, wenn es um eine konkrete Entscheidung im Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum geht.