SPD-Ratsfraktion und SPD Bochum trauern um Heinz Eikelbeck

Heinz Eikelbeck (Foto: Stadt Bochum, Presseamt)
Heinz Eikelbeck 1989 (Foto: Stadt Bochum, Presseamt)
Heinz Eikelbeck war von 1964 bis zu seinem Abschied 1994 Mitglied der SPD-Ratsfraktion. Von 1971 bis 1975 war er ihr Vorsitzender. Der Rat der aus Wattenscheid und Bochum fusionierten Stadt Bochum wählte Heinz Eikelbeck 1975 zum Oberbürgermeister.

Fast 20 Jahre lang – bis zur Wahl des ersten hauptamtlichen Oberbürgermeisters 1994 – repräsentierte Eikelbeck mit Bochum eine Stadt im Strukturwandel. „Heinz Eikelbeck gelang es dabei, der Stadt eine neue Richtung zu geben und auf dem neuen Weg niemanden zurückzulassen. Heinz Eikelbeck hat sich für die Menschen interessiert, sehr direkt, mit viel Anteilnahme, aber gerne auch mit praktischen Vorschlägen, wie Probleme gelöst werden könnten. Das war eine der ganz großen Stärken von Heinz Eikelbeck“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Dieter Fleskes. Heinz Eikelbeck sei stets eher ein Mann der Tat gewesen, dem Untätigkeit, Zögerlichkeit und langes Lamentieren nicht gefallen haben, so Fleskes weiter.

1951 trat Heinz Eikelbeck der IG Metall bei, 1959 der SPD. Er gründete als Handwerksmeister und Schweißfachingenieur seine eigene Firma. In seine Zeit als Oberbürgermeister fielen eine Reihe von wichtigen Ereignissen – von der Einweihung des Ruhrstadions 1979 über die Anschaffung der Serra-Skulptur „Terminal“ und den Bau der U 35 bis zur Starlight-Halle. „Die Stadt umbauen, weiter entwickeln, modernisieren, den öffentlichen Raum gestalten und so den Menschen Perspektiven geben, das war eine herausragende Leitidee des Sozialdemokraten Eikelbeck“, so Thomas Eiskirch, Vorsitzender der SPD Bochum.

Während einer kurzen Rede anlässlich eines Empfangs zu seinem 80. Geburtstag vor zwei Jahren hob Eikelbeck selbst vor allem die Städtepartnerschaften hervor. Die Partnerschaften mit Ovideo, Donezk und Nordhausen ist Bochum während seiner Amtszeit eingegangen. Für Heinz Eikelbeck waren die Städtepartnerschaften konkrete kommunale Friedenspolitik, die die Menschen zusammenbrachte. Die Stadt Oviedo hat Eikelbeck 1994 mit dem Ehrentitel „Adoptivsohn“ ausgezeichnet. Eikelbeck war Träger des Ehrenrings der Stadt Bochum und der Ruhr-Universität Bochum sowie des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen.

Heinz Eikelbeck starb am Mittwoch im Alter von 85 Jahren.