Rat unterstützt Opel-Resolution der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region

Einstimmig unterstützt der Rat der Stadt Bochum die Opel-Resolution der Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der umliegenden Städte sowie des Recklinghäuser Landrats. Das hat der Rat heute Nachmittag bekräftigt. In der Resolution bekennt sich die Region zu Opel und erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten:

Die Region braucht Opel – Opel braucht die Region

Die Räte der durch die Unterzeichner vertretenen Städte bekennen sich zum Opel- Standort Bochum und setzen sich für den Erhalt der Bochumer Opelwerke in unserer Stadt ein. Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt den Beschäftigten bei Opel, ihren Familien, dem Betriebsrat und allen Menschen der Region, die für den Erhalt des Standortes in Bochum kämpfen.

Von einer Schließung des Bochumer Werkes wären nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Opel und der Partnerbetriebe (d. h. für Bochum ca. 2050, für Dortmund 620, für Castrop-Rauxel 300, für Recklinghausen 180, für Witten 160, für Herne 430, für Gelsenkirchen 250), sondern auch 40.000 Beschäftigte der Zuliefererindustrie in NRW direkt betroffen. Dies würde einen tiefen Einschnitt für den Industriestandort Bochum, die Region und ganz Nordrhein-Westfalen darstellen. Wir fordern GM/Opel auf, die fortgesetzten Verunsicherungen zu beenden und endlich eine tragfähige Wachstumsstrategie zur Verbesserung der Kapazitätsauslastung vorzulegen, anstatt mit immer neuen öffentlich verbreiteten Kapazitätsabbauankündigungen das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die Marke Opel zu belasten. Statt die Marke Opel zu stärken, trägt GM selbst dazu bei, die Marke Opel zu schwächen.

Opel Bochum ist ein wichtiger industrieller Akteur im Ruhrgebiet, mit einer großen Bedeutung in der automobilen Wertschöpfungskette Nordrhein-Westfalens. Gerade das Werk in Bochum überzeugt durch Innovationskraft, was sich nicht zuletzt in den erfolgreichen Bemühungen im Bereich der Elektromobilität zeigt. Hier können Opel Bochum und der Mutterkonzern GM von Synergien mit der herausragenden Bochumer Hochschullandschaft profitieren.

Immer wieder versucht der US-amerikanische Mutterkonzern GM aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen die verschiedenen europäischen Werke gegeneinander auszuspielen. Dies darf nicht zugelassen werden. Denn gerade die Solidarität unter den verschiedenen Opel-Standorten ist die besondere Stärke der europäischen Opel-Werke.

Immer wieder haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Opel Bochum zusammen mit dem Betriebsrat und der IG Metall erfolgreich gegen die drohende Schließung ihres Werkes gekämpft. Die Menschen von Opel konnten dabei immer auf unsere Solidarität zählen. Das bleibt so. Die Politiker sowie viele Menschen der Region stehen weiterhin solidarisch Seite an Seite mit den Kolleginnen und Kollegen.

Opel Bochum, die Beschäftigten und ihre Familien, aber auch die Städte rund um den Standort brauchen endlich Ruhe und Verlässlichkeit. Es muss erreicht werden, dass in Bochum auch über das Jahr 2014 hinaus qualitativ hochwertige Autos mit Zukunftsperspektive gebaut werden können. Dafür setzen wir uns mit Nachdruck ein.

Dr. Ottilie Scholz (Stadt Bochum)
Horst Schiereck (Stadt Herne)
Wolfgang Pantförder (Stadt Recklinghausen)
Cay Süberkrüb (Kreis Recklinghausen)
Ullrich Sierau (Stadt Dortmund)
Sonja Leidemann (Stadt Witten)
Johannes Beisenherz (Stadt Castrop-Rauxel)
Frank Baranowski (Stadt Gelsenkirchen)