Scholz: Hellen nicht zur Verschwiegenheit verpflichtet

Sascha Hellen ist nicht länger zur Verschwiegenheit verpflichtet. Das erklärte Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz heute Nachmittag im Haupt- und Finanzausschuss. Ein entsprechender Antrag der Opposition wurde damit gegenstandslos.
Hellens Medien-Agentur hat für die Stadtwerke Bochum in der Vergangenheit den so genannten Atriumtalk durchgeführt. Im Zusammenhang mit dem Honorar für den entfallenen Auftritt des Schauspielers Mario Adorf waren kürzlich Fragen aufgekommen. Die SPD-Fraktion hatte daraufhin die Beteiligten zu einer raschen Aufklärung aufgefordert. „Der Weg dahin ist nun frei“, begrüßt SPD-Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Stadtwerke-Aufsichtsrates, Dieter Fleskes, die Ankündigung. Alle Verantwortlichen seien jetzt aufgerufen daran zu arbeiten, Bochum „aus den negativen Schlagzeilen herauszuholen“, so Fleskes.

Inzwischen hat die Stadt Bochum dazu folgende Meldung herausgegeben:

Oberbürgermeisterin erwartet Klärung offener Fragen

Die Stadtwerke Bochum haben heute (Mittwoch, 5. Dezember) mitgeteilt, dass Sie Herrn Hellen von der vertraglichen Verschwiegenheitsverpflichtung entbinden. Die Oberbürgermeisterin begrüßt diese Entscheidung der Geschäftsführung. Herr Hellen steht in der Verantwortung, seinen Beitrag zur Klärung von offenen Fragen wahrzunehmen. Diese Verpflichtung hat er in erster Linie gegenüber der Geschäftführung der Stadtwerke Bochum.

Die Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende erwartet von den Verantwortlichen für den Atriumtalk eine zügige Klärung der noch offenen Fragen. Hierzu zählen unter anderem Unklarheiten in Zusammenhang mit dem Honorar für Mario Adorf.

Die Oberbürgermeisterin hat in einem heute geführten Gespräch mit der Geschäftsführung deutlich gemacht, dass die Klärung von offenen Fragen mit Nachdruck und Kurzfristigkeit abzuschließen sind und in der morgigen Sitzung des Aufsichtsrates über den Stand der Klärungen zu berichten ist.