Dr. Dieter Rogalla ist verstorben

Mit großer Bestürzung nimmt die SPD Bochum die Nachricht vom Tod ihres geschätzten, langjährigen Parteikollegen und ehemaligen Europa-Parlamentariers zur Kenntnis. Rogalla ist am Dienstag im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der Bochumer SPD-Vorsitzende Thomas Eiskirch würdigte ihn als einen “Europäer der ersten Stunde”, der sich durch seine zugreifende aber auch verbindliche Art Anerkennung über die Parteigrenzen hinaus erworben hatte.
Dieter Rogalla studierte Jura in Münster und den USA, war danach zunächst Beamter in der Bundeszollverwaltung und im Bundesministerium der Finanzen beschäftigt, von wo aus er 1961 zur EG-Kommission in Brüssel entsandt wurde. Von 1970 bis 1981 leitete er dort das Dienstrechtsreferat der EG-Kommission.
Am 30. September 1981 rückte Dieter Rogalla für die SPD in das Europäische Parlament ein und wurde danach zweimal, 1984 und 1989, wieder gewählt. Als Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Währung und Industriepolitik engagierte er sich besonders für die Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes und den Abbau der Binnengrenzen in der Europäischen Gemeinschaft. Bis heute ist Dieter Rogalla Ehrenmitglied des Europäischen Parlaments.
Bundesweit bekannt geworden war der am 20. August 1927 in Weißwasser geborene Oberlausitzer durch seine legendären europaweiten Radtouren, die ihm eine Herzensangelegenheit waren und mit denen mit denen er auf fantasievolle Weise für ein geeintes Europa warb. Dieses Engagement hatte ihm in der Öffentlichkeit den manchmal belächelten, doch immer respektvoll gemeinten Spitznamen “Eurogalla” eingetragen. Bis zum Jahr 2011 war er zu einer dieser Radtouren aufgebrochen.
Die SPD Bochum wird ihm ein dankbares und ehrendes Gedenken bewahren.