Gute Entscheidung zum Semesterticket durch den VRR-Rat: Verzicht auf Preiserhöhung um 43 %

Die Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) hat in der letzten Woche beschlossen, auf die geplante drastische Verteuerung des Semestertickets zu verzichten.
Gerade für eine Hochschulstadt wie Bochum sei das ein wichtiger Beschluss, so der Bochumer Landtagsabgeordnete Thomas Eiskirch, der darauf hinwies, dass die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zur Entlastung der Verkehrssituation in Bochum maßgeblich beiträgt. Die ursprünglich geplante drastische Erhöhung beim Semesterticket hätte zur Folge haben können, dass sich die Studierenden zukünftig geen das Semesterticket entscheiden könnten – mit all den damit verbundenen Folgen, die auch nicht im Sinne des VRR sein könnten.
Karl Schultheis, der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im NRW-Landtag, erklärte zur Entscheidung des VRR:

“Gerade zum Semesterbeginn für den doppelten Abiturjahrgang war das eine sehr kluge und wichtige Entscheidung, die Preissteigerung von 43 Prozent für das Semesterticket nicht umzusetzen. Die Gremien des VRR haben sich jetzt unmissverständlich und gerade noch rechtzeitig gegen die neuen Preise ausgesprochen.
Eine Erhöhung in diesem Umfang muss aber auch zukünftig ausgeschlossen werden. Die Studierenden an Rhein und Ruhr sind zwingend auf bezahlbare Mobilität angewiesen. Dass sie dafür stärker als in früheren Jahren Bus und Bahn nutzen, ist eine gute Entwicklung, die nicht durch Mehrkosten abgewürgt werden darf. Natürlich ist bei der Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs auch wieder der Bund gefordert, der sich bei diesem Thema einfach zu oft zu selten beteiligt.”

Bildnachweis:
Das Bild der Hochschule Bochum (Nordwest-Ansicht) stammt von Martin Vogel und wurde dem Archiv Wikmedia Commons entnommen, wo es unter CC-BY-SA-Lizenz veröffentlicht wurde.
Quelle: Website Thomas Eiskirch