Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Zum 75. Mal jährt sich die Reichspogromnacht in der die Nationalsozialisten jüdische Geschäfte, Synagogen, Wohnungen und Friedhöfe zerstört haben.  Dabei wurden allein in der Nacht 400 Jüdinnen und Juden ermordet und weit über 1000 Synagogen brannten. Die weitere Entwicklung ist bekannt – der Hass auf das Judentum in Deutschland mündete in das Schlimmste Verbrechen der Geschichte, die  Shoa.
Auch in Bochum brannte die Synagoge und 60 Juden (namentlich bekannt) wurden noch in der Nacht in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht.  Deutschlandweit waren es über 30.000 Menschen allein in dieser Verhaftungswelle.
Die SPD Bochum wird zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung am Standort der alten Synagoge ihre Klausurtagung unterbrechen um mit dem Vorstand teilzunehmen. Für die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die in ihrer Geschichte selbst Opfer der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime wurden, ist das Bekenntnis gegen das Vergessen dieses schrecklichen Verbrechens zentral.
In Duisburg und anderen Städten versuchen Nazis und Rechtspopulisten den Tag für sich zu benutzen. „Hier wird auf schreckliche Art und Weise Geschichtsrevisionismus betrieben“, so Eiskirch, Vorsitzender der SPD Bochum, „Es ist folgerichtig, dass die Duisburger Versammlungsbehörde eine solche Veranstaltung der selbsternannten Bürgerbewegung  Pro NRW verbietet“.
Für die SPD ist klar, dass die Demokratie eine der wichtigsten Errungenschaften ist und sich die Geschichte nicht wiederholen darf. Egal wo ein Aufmarsch von Rechtsradikalen stattfindet, es ist wichtig sich gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern gegen die menschenverachtende Hetze zu stellen.
Fotos von der Gedenkveranstaltung am 09. November 2013