Opel-Flächen / Reinirkens: “Neues Kapitel der Stadtgeschichte”

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Reinirkens heute im Rat. Rechts: Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz.

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Reinirkens heute im Rat. Rechts: Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz.

“Mit der Gründung der Gesellschaft Bochum-Perspektive 2022 schlagen wir ein neues Kapitel der Stadtgeschichte auf”, ist SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Reinirkens überzeugt. Es sei völlig neu, sich mit Konversionsflächen aus der Automobilindustrie zu beschäftigen. Erfahrungen hätten die Städte jedoch mit ehemaligen Flächen für Kohle und Stahl. Neu sei auch, dass mit einem Unternehmen gemeinsam eine solche Fläche aufbereitet werde. Die Unterstützung der Landesregierung bezeichnete Reinirkens als “unerlässlich”.
Reinirkens hob die Chancen hervor, die in den Flächen lägen. Dabei dürfe es keine Denkverbote geben. Das Projekt sei zudem sicher auf Jahrzehnte ausgelegt. Vor fast genau 50 Jahren sei mit dem Bau der Ruhr-Universität begonnen worden. Die Wissenschaft strahle heute aus in die Stadt und die Region. Bochum sei damit auf dem richtigen Weg, sagte Reinirkens.
Wirtschaftsminister Garrelt Duin (re.) sicherte Bochum die Unterstützung der NRW-Landesregierung zu. Links im Bild: Prof. Rolf Heyer von NRW.Urban, dahinter Bezirksbürgermeister Bochum-Mitte Dieter Heldt.

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin hob Bochums wirtschaftliche Potenziale hervor und sicherte der Stadt die Unterstützung des Landes zu. Der Werkstatt-Prozess bis zur heutigen Gründung der Gesellschaft Bochum-Perspektve 2022 sei sehr herausfordernd gewesen, viele juristische Details hätten geklärt werden müssen. “Wir werden alle notwendigen förderrechtlichen und beihilferechtlichen Fragen klären und die Gesellschaft fördern”, kündigte Duin an.
Mit breiter Mehrheit hat der Rat heute zugestimmt, gemeinsam mit Opel die Gesellschaft Bochum-Perspektive 2022 zu gründen. Ausserdem hat der Rat das Entwicklungskonzept für die Opel-Flächen beschlossen; konkret sieht der Beschluss folgende Eckpunkte vor: Auf den Opel-Flächen sollen nachhaltige Arbeitsplätze entstehen (“möglichst hohe Arbeitsplatzdichte”). Dabei wird auf eine heterogene Mischung von unterschiedlich großen Unternehmen aus der Produktionswirtschaft geachtet. Die Flächen bleiben Gewerbe- und Industriegebiet. Einzelhandel wird ausgeschlossen.
Auf der Tribüne verfolgte der Bochumer Landtagsabgeordnete Thomas Eiskirch die Aussprache zu Opel. Eiskirch ist auch wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Angestrebt wird zudem ein “städtebaulicher Cluster für Hochschul- und Universitätseinrichtungen, Technologiequartiere und Forschungsstandorte”, wie es in der Beschlussvorlage für die heutige Ratssitzung heißt. Frei- und Grünflächen werden demnach die Opel-Areale gliedern, ein qualitativ ansprechendes städtebauliches Erscheinungsbild soll gesichert werden.
Quelle: Website SPD Ratsfraktion Bochum