Weniger Coffee-to-go-Becher / SPD schlägt Info-Kampagne vor

Ratsmitglied Martina Schmück-Glock freut sich auf den RS1 und den neuen Grünzug.
Ratsmitglied Martina Schmück-Glock freut sich auf den RS1 und den neuen Grünzug.

Coffee-to-go-Becher machen eine Menge Müll. Die SPD-Ratsfraktion bringt deshalb jetzt eine Info-Kampagne pro Mehrweg ins Gespräch.

Die Stadt Bochum hatte 2016 zusammen mit Partnern wie der Verbraucherzentrale oder dem Einzelhandel eine recht erfolgreiche Info-Kampagne zu Thema Plastik gefahren. Dabei ging es unter anderem darum, wie Plastik die Meere vermüllt. Die SPD regt nun an, auf den Erfahrungen mit dieser Kampagne aufzubauen und Coffee-to-go-Becher in den Blick zu nehmen, sagt Martina Schmück-Glock, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung. Von einem Becher-Verbot hält sie allerdings wenig.

„Ein Mehrwegbecher mit dem neuen Bochum-Emblem würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: wir sparen Müll und machen eine sinnvolle Werbung für unsere Stadt“, meint die Umweltausschussvorsitzende dagegen. Sie möchte das Thema mit ihrer Anfrage auf den Weg bringen.

Anfrage
zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung am 21. September 2017
Weniger Coffee-to-go-Becher / Info-Kampagne

2016 hat die Stadt Bochum zusammen mit Partnern wie der Verbraucherzentrale oder dem USB eine Informationskampagne zur Vermeidung von Plastikmüll wie etwa Einwegtüten durchgeführt. Auch der Einzelhandel hat sich verstärkt um das Thema gekümmert. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit dieser Kampagne sind Wegwerf-Becher für Getränke zum Mitnehmen erneut in der Blick geraten. Aktuell gibt es in mehreren Städten Initiativen, die Mengen an Einwegbechern zu verringern und so zur Vermeidung von Abfall beizutragen, zum Beispiel in München und Wuppertal. Die Bäckereien in Münster geben einen wiederverwendbaren „Gilde-Becher“ unter dem Motto „Mehrweg to go für den Umweltschutz“ heraus.

Vor diesem Hintergrund fragt die SPD-Ratsfraktion an:

Wie bewertet die Stadtverwaltung auf der Basis der Erfahrungen mit der 2016er-Kampagne die Chance, in Bochum eine Aktion für weniger Wegwerf-Becher zu initiieren? Mit welchem Aufwand (personell, finanziell etc.) wäre zu rechnen?