Höranlagen in Trauerhallen auf städtischen Friedhöfen

In den städtischen Trauerhallen gibt es bisher keine Hilfen für Menschen mit Hörbehinderungen. Dieser Mangel wurde in der letzten Sitzung der Inklusionskonferenz von Betroffenen angesprochen. Die SPD schlägt deshalb vor, die Trauerhallen nachzurüsten, sagt die Sprecherin der SPD im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales Gaby Schäfer.

SPD-Ratsmitglied Gaby Schäfer hat noch Fragen an die Verwaltung zur Beteiligung an der GAFÖG.
SPD-Ratsmitglied Gaby Schäfer hat noch Fragen an die Verwaltung zur Beteiligung an der GAFÖG.

„Dafür kommt fürs erste eine mobile Anlage in Frage. Die Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof steht unter Denkmalschutz. Deshalb lässt sich dort nicht ohne weiteres eine Höranlage fest einbauen. Hier hilft die mobile Höranlage.

Aber auch in allen anderen Trauerhallen der städtischen Friedhöfe muss eine Lösung gefunden werden. Mit dem Friedhofskonzept haben wir beschlossen, für jeden einzelnen Friedhof einen passgenauen Plan zu entwickeln, wie er in Zukunft aussehen sollen, wie groß er sein muss, welche Bestattungsarten es dort geben wird, in welchem Zustand sich die Trauerhallen befinden. Dabei muss dann unbedingt auch die Barrierefreiheit umgesetzt werden“, erwartet Gaby Schäfer.

Die SPD geht davon aus, dass eine so genannte Frequenz-Modulations-Anlage etwa 2500 Euro kosten wird. Bei den nächsten Schritten soll die Verwaltung die Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum einbeziehen. Eine Vertreterin der Selbsthilfegruppe Hörgeschädigter hatte in der Inklusionskonferenz im September 2017 auf die Probleme vor allem in der Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof aufmerksam gemacht.

Inklusion: Barrieren abbauen – Teilhabe sichern (Antrag zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 18. April 2018 als pdf-Datei)

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Bessere Bedingungen für hörgeschädigte Menschen im Schauspielhaus / Antrag (5. Juli 2017)