Klimanotstand in Bochum? / SPD stellt Anfrage zum Klimawandel

Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Küstengebiete werden überflutet und extreme Wetterereignisse werden immer stärker. Das kann auch in Bochum zu Überhitzung und Starkregen führen. „Die Folgen des Klimawandels sind extrem und gehen uns alle an“, sagt Martina Schmück-Glock, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung. „Andere Städte, wie London, Vancouver, Los Angeles oder Konstanz als erste deutsche Stadt haben bereits den Klimanotstand ausgerufen“, erklärt Schmück-Glock. „Bochum sollte sich einreihen.“

SPD-Ratsfrau Martina Schmück-Glock ist der Meinung, dass auch Bochum den Klimanotstand ausrufen sollte.
SPD-Ratsfrau Martina Schmück-Glock ist der Meinung, dass auch Bochum den Klimanotstand ausrufen sollte.

Allerdings wollen Martina Schmück-Glock und die SPD-Ratsfraktion auf blinden Aktionismus verzichten. „Bevor wir weitere und konkrete Schritte planen, wollen wir von der Verwaltung wissen, wie gut Bochum mit Blick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz aufgestellt ist. Deswegen bereiten wir eine Anfrage für den Strukturentwicklungsausschuss vor“, erklärt Schmück-Glock. „Die Stadt hat bereits vieles unternommen, um das Klima zu schützen. Aber denkt sie bei neuen Projekten konsequent Klimaschutz mit? Gibt es eine Übersicht aller Klimaschutzmaßnahmen? Und wie erfolgreiche waren sie? Solche Fragen soll die Verwaltung uns beantworten“, erklärt die Ratsfrau. „Uns interessiert auch, ob die Verwaltung sich zum Thema Klimawandel auch mit der Landes- oder Bundesregierung austauscht“, erklärt Schmück-Glock.

 

„Das Ausrufen eines Klimanotstandes kann ein sinnvolles Mittel sein, um auf die Problematik des Klimawandels und dessen verheerende Folgen aufmerksam zu machen. Deswegen sind wir froh, dass auch in Bochum die Fridays-for-Future-Bewegung dem Klimaschutz eine starke Stimme verleiht. Aber der Ausruf des Klimanotstandes darf nicht nur ein leeres Zeichen sein. Wir wollen zuerst wissen, auf welcher Grundlage die Stadt das machen könnte“, erklärt die Vorsitzende des Umweltausschusses.