Parkhaus P5 / Grünes Licht fürs grüne Dach

Lässt sich das Dach des Parkhauses P5 an der Brückstraße begrünen? Das wollte die SPD-Ratsfraktion bereits im April 2018 wissen. Jetzt kommt die Antwort der Verwaltung: Ja, lässt es sich. Aber es gibt eine weitere gute Nachricht.

Martina Schmück-Glock, Vorsitzende des Umweltausschusses, hofft, dass die Begrünung des P5 anderen als Vorbild dient.
Martina Schmück-Glock, Vorsitzende des Umweltausschusses, hofft, dass die Begrünung des P5 anderen als Vorbild dient.

Begrünte Dächer sind gut fürs städtische Klima. Sie dämmen gegen Kälte, aber kühlen auch bei Hitze. Außerdem können Sie Insekten eine Heimat bieten und grüne Dächer binden Feinstaub und Kohlendioxid. Außerdem können sie Regenwasser zurückhalten und langsam verdunsten lassen – ein weiterer Gewinn für das Stadtklima. „Begrünte Dächer bieten viele Vorteile, deswegen haben wir vor über einem Jahr bei der Verwaltung angefragt, ob sich das Dach des P5 begrünen lässt“, sagt Martina Schmück-Glock, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung. Die Anfrage kam nicht zufällig. Die Basis lieferte das Gründachkataster, das der Regionalverband Ruhr und die Emschergenossenschaft im März 2018 veröffentlicht haben. „Das Kataster zeigt, welche Dächer generell geeignet wären. Natürlich mussten sich weitere Untersuchungen durch die Stadt anschließen“, erklärt Schmück-Glock.

Ein erstes Ergebnis gab es bereits im Mai 2018, allerdings nur zu einem Teil des Daches. „Das P5 besteht aus einem Gebäudeteil aus den 60er-Jahren und einem Gebäudeteil aus den 80er-Jahren. Für den älteren Teil gab es Unterlagen zur Statik, die aussagten, dass dort keine Begrünung möglich sei“, so die Vorsitzende des Umweltausschusses. Es schloss sich eine Untersuchung des jüngeren Gebäudeteils an. Das Ergebnis: „Rund 800 Quadratmeter des P5-Daches lassen sich begrünen. Jetzt will die Verwaltung prüfen, ob es Fördermittel für eine Begrünung gibt. Zum Abschluss der laufenden Parkhaussanierung soll das Dach dann 2020 begrünt werden“, erklärt Martina Schmück-Glock. „Das Ergebnis freut uns natürlich sehr. Außerdem hoffen wir, dass die Stadt als positives Beispiel wahrgenommen wird und sich private Immobilienbesitzer ebenfalls verstärkt mit Dachbegrünungen auseinandersetzen.“