Sicher auf dem Fahrrad / Stadt weist auf niederländischen Griff hin

Ein kleiner Griff kann Leben retten – und zwar der niederländische Griff. Auf Anfrage der SPD-Ratsfraktion will die Stadt jetzt Autofahrer auf diese simple Maßnahme, Unfälle mit Fahrradfahrerinnen und –fahrern zu vermeiden, aufmerksam machen. „Ich freue mich, dass die Verwaltung unsere Anfrage so schnell umsetzt und ich hoffe, dass sich so in Zukunft Unfälle vermeiden lassen“, sagt Reiner Rogall, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.

Reiner Rogall, verkehrspolitischer Sprecher der SPD im Rat der Stadt Bochum, hat sich dafür eingesetzt, dass der niederländische Griff bekannter wird.
Reiner Rogall, verkehrspolitischer Sprecher der SPD im Rat der Stadt Bochum, hat sich dafür eingesetzt, dass der niederländische Griff bekannter wird.

Erst am Dienstag (11. Juni) ist ein Unfall passiert, der hätte vermieden werden können. Auf der Herner Straße konnte ein Radfahrer einer PKW-Tür nicht mehr ausweichen, welche plötzlich geöffnet wurde. „Mit dem niederländischen Griff wäre es vielleicht gar nicht zu diesem Unfall gekommen“, sagt Reiner Rogall. „Bei diesem Griff, der auch Dutch Reach oder holländischer Griff genannt wird, öffnet man die Fahrertür mit der rechten Hand. Das sorgt automatisch für einen Schulterblick“, erklärt Rogall. „So kann man nähernde kommende Fahrräder schneller und besser erkennen.“

In der Ratssitzung am 11. April hat die SPD eine Anfrage gestellt, ob die Verwaltung bei Kfz-Anmeldungen und Ummeldungen auf den niederländischen Griff hinweisen kann oder ob es andere Möglichkeiten gibt, ihn bekannt zu machen. „Jetzt hat die Verwaltung erklärt, dass das Büro für Kfz-Angelegenheiten bei seinen Besucherinnen und Besuchern für den niederländischen Griff werben wird. Auch über ihre Internetseite könnte die Stadt bald den niederländischen Griff bekannter machen. Das ist zwar nur ein kleiner, aber wichtiger Schritt, unsere Stadt nach und nach fahrradfreundlicher zu machen“, sagt Reiner Rogall. „Falls die Verwaltung Flyer druckt, könnte sie diese zusätzlich an Fahrschulen verteilen, damit diese ihre Fahrschülerinnen und Fahrschüler darauf hinweisen können.“