Corona / Hermann Päuser erläutert Auswirkungen auf Kinder- und Jugendhilfe

Corona betrifft alle Bereiche des Lebens. „Die Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Bochum“, erklärt Hermann Päuser, Vorsitzender des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie. „Deswegen möchte ich über die Änderungen und Einschränkungen, die das Virus mit sich bringt, informieren“, sagt der SPD-Kommunalpolitiker.

Hermann Päuser erklärt die Auswirkungen des Corona-Virus auf die Bochumer Kinder- und Jugendhilfe.
Hermann Päuser erklärt die Auswirkungen des Corona-Virus auf die Bochumer Kinder- und Jugendhilfe.

„Viele Eltern sehen die Isolation als Chance, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Aber es gibt auch die Eltern, bei denen durch den engen und ständigen Kontakt die Nerven blank liegen. Das kann zu gefährlichen Situationen für Kinder führen. Werden der Stadt Verdachtsfälle gemeldet und es besteht die Gefahr, dass ein Kind geschlagen oder anderweitig misshandelt wird, kommt es weiterhin zu Hausbesuchen durch städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese sind selbstverständlich mit Schutzkleidung ausgestattet. Außerdem können Kinder, die in schwierigen Familienverhältnissen leben, in den Notgruppen der Kindergärten und Tageseltern betreut werden, damit es gar nicht erst zu kritischen Situationen kommt“, sagt Hermann Päuser. Hausbesuche

„In Zeiten geschlossener Schulen ist auch das Lernen ein ganz anderes – auch und vor allem für Kinder, denen bereits außerschulische Lernförderung bewilligt wurde. Für diese Kinder gibt es jetzt eine gute Nachricht. Sie können eine Online-Lernförderung im Einzelunterricht nutzen“, erklärt Hermann Päuser.

Die Pandemie trifft aber nicht nur Familien. Auch Dienstleister für ambulante aufsuchende Hilfen sind betroffen. Dazu gehören unter anderem Erziehungsbeistand oder sozialpädagogische Familienhilfe. Diese ambulante Betreuung darf natürlich nur noch stark eingeschränkt erfolgen und die Dienstleister dürfen und können nicht die vereinbarten Stunden ableisten. Deswegen wird bis Mitte April ihre Abrechnung auf Basis der im Hilfeplanverfahren vereinbarten Fachleistungsstunden erfolgen – unabhängig von den tatsächlich geleisteten Stunden“, erklärt der Lokalpolitiker.