Gehwegprogramm / Stadt greift SPD-Anregung auf

„Fußgänger*innen gehören zu den schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen. Aber gerade deren Wege sind oft marode und kaum begehbar. Pflastersteine sitzen locker, Löcher haben sich im Asphalt gebildet und Bäume und Büsche ranken über den Weg. Das ist nicht nur unschön. Solche Wege sind gefährliche Stolperfallen. Deswegen freut es uns, dass die Verwaltung un-sere Idee aufgreift und ein Gehwegprogramm starten möchte“, sagt Martina Schnell, Ratsfrau für die SPD und Vorsitzende des Ausschusses für Infrastruktur und Mobilität.

Auf SPD-Anregung wird die Stadt ein Programm zur zusätzlichen Sanierung von Gehwegen auflegen.
Auf SPD-Anregung wird die Stadt ein Programm zur zusätzlichen Sanierung von Gehwegen auflegen.
Martina Schnell setzt sich für bessere Gehwege ein.
Martina Schnell setzt sich für bessere Gehwege ein.

„Bereits 2018 haben wir in einem Antrag von der Verwaltung gefordert, ein Programm für die zusätzliche Instandhaltung von Gehwegen umzusetzen. Jetzt ist es endlich soweit. Am 3. Juni wird im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität über das Programm abgestimmt“, sagt Martina Schnell. „Das Programm ist bitter nötig, weswegen wir natürlich dafür stimmen werden. Die normalen Maßnahmen reichen nicht aus, um Bochums Gehwege in einem ordentlichen Zustand zu halten. Wir hoffen, dass die zusätzlichen Mittel in Höhe von 360.000 Euro pro Jahr ausreichen werden. Denn nur mit ausreichenden Investitionen und guten Gehwegen schaffen wir es, Fußgänger*innen den gleichen Stellenwert einzuräumen wie Radfahrer*innen und Autofahrer*innen. Das ist zum einen ein wichtiger Schritt in einer nachhaltigen Verkehrspolitik. Zum anderen sind sichere Gehwege für Menschen mit Gehhilfen und Rollstühlen, aber auch für Eltern mit Kinderwagen sehr wichtig“, so Schnell.

Erste 20 Abschnitte stehen fest

„Gut ist auch, dass die Stadt die Ausbesserungen strukturiert angeht und mit einem Kriterienkatalog arbeitet. Auch die ersten 20 Gehwegabschnitte stehen bereits fest. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Gehwege, bei denen Baumwurzeln zu Stolperfallen werden. Das ist aber für die Zukunft geplant, wenn das Gehwegprogramm mit dem Stadtbaumkonzept weiterentwickelt wird. Aber bis dahin ist schon genug zu tun“, sagt Martina Schnell.