Bochums SPD fordert Auszahlung der Corona-Prämien an Klinik-Personal/ Ratsfraktion beantragt außerdem 10 000 Frei-Tickets als Dank der Stadtgesellschaft

Prof. Dr. Karsten Rudolph (Vorsitzender der SPD Bochum) und Burkart Jentsch (Vorsitzender der SPD im Rat)

Die Corona-Pandemie stellt vor allem die Pflegekräfte vor außergewöhnliche Herausforderungen. „Wir sind den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege zu Dank verpflichtet. Und diese Verpflichtung sollte sich auch in Zahlen ausdrücken. Es kann daher nicht sein, dass es in unserer Stadt Krankenpfleger*innen gibt, die keine Corona-Prämie bekommen und leer ausgehen“, betont Bochums SPD-Vorsitzender Prof. Dr. Karsten Rudolph.

Er meint damit die Prämie, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für Pfleger*innen initiiert hat, die in Krankenhäusern arbeiten, wo bis Ende Mai 2020 mehr als 50 Corona-Patienten behandelt wurden. „Gerade hinsichtlich der aktuellen Belastungssituation sollte diese Regelung schnellstens überdacht werden“, findet Karsten Rudolph und hat dies auch so in einem Brief an Jens Spahn formuliert.

Auch die SPD-Ratsfraktion greift das Thema auf – und hat zusammen mit dem grünen Koalitionspartner einen Antrag zur nächsten Ratssitzung auf den Weg gebracht. Darin wird die Verwaltung beauftragt, 10 000 Eintrittskarten für Veranstaltungen städtischer Kultureinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Beschäftigte der Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulanter Pflegedienste sollen damit einmalig jeweils zwei Tickets abrufen können, wenn es wieder möglich ist. „Die im Gesundheitswesen tätigen Bochumerinnen und Bochumer leisten seit Monaten einen fantastischen Job. Sie halten unter erschwerten Bedingungen und mit einem erheblichen persönlichen Risiko unser Gesundheitssystem aufrecht. Klatschen allein reicht da nicht als Dankeschön“, schildert SPD-Fraktionsvorsitzender Burkart Jentsch.

Weiter sagt er: „Wir schließen uns daher der Forderung der Bochumer SPD nach einer gerechten Auszahlung der Corona-Prämie an. Unser Antrag im Rat soll außerdem die Dankbarkeit der Bochumer Stadtgesellschaft zum Ausdruck bringen.“