Thiemannshof / SPD fordert nachhaltige Gewerbefläche

An der Essener Straße soll ein neues Gewerbegebiet entstehen – aber bitte Ressourcen schonend und grün. Dafür setzt sich die SPD im Rat ein. „Schon seit geraumer Zeit plant die Stadt dort, wo die Kleingartenanlage Thiemannshof liegt, eine Gewerbefläche. Da dadurch viel innerstädtisches Grün verloren geht, fordern wir nicht nur einen Ersatz, sondern auch, dass das entstehende Gewerbegebiet nachhaltig entwickelt wird“, sagt Martina Schmück-Glock, umweltpolitische Sprecherin der SPD im Rat und Ratsmitglied für Goldhamme.

Martina Schmück-Glock möchte die Gewerbefläche Thiemannshof nachhaltig entwickeln.
Martina Schmück-Glock möchte die Gewerbefläche Thiemannshof nachhaltig entwickeln.

Der Dauerkleingartenverein Thiemannshof liegt dort, wo früher die Zeche und Kokerei Engelsburg stand. Dementsprechend belastet ist das Gebiet. „Natürlich wissen die Kleingärtner, schon lange, dass sie aufgrund vorhandener Bodenbelastungen irgendwann das Gelände räumen müssen – selbstverständlich aber erst dann, wenn es eine Ersatzfläche für die Anlage gibt“, erklärt Martina Schmück-Glock. „Dann kann der kontaminierte Boden entsorgt und die Gewerbefläche geplant werden. Da dieser Zeitpunkt immer näher rückt, wollen wir vorsorgen“, sagt die umweltpolitische Sprecherin. Dazu stellt die SPD im Rat gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner einen Antrag im Ausschuss für Strukturentwicklung am 16. März.

So wird’s nachhaltig

„Ob Dach- oder Fassadenbegrünung, Wiesenflächen, Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerk – es gibt viele Möglichkeiten, die künftige Gewerbefläche nachhaltig zu gestalten“, sagt Martina Schmück-Glock. „Dass das auch passiert, dafür kann die Stadt etwa mit dem passenden Bebauungsplan sorgen. Wichtig ist uns aber auch, dass bei einer neuen Nutzung dieser Fläche künftig die dahinter liegende Kleingartenanlage Engelsburg, der Sportplatz des SV Germania an der Pestalozzistraße und der evangelische Friedhof von der Essener Straße für Fußgänger erreichbar sind.  Deswegen sollen entsprechende Fuß- und Radwegeverbindungen bei der Entwicklung der Gewerbefläche eingeplant werden“, sagt Martina Schmück-Glock.

Anschluss an die Autobahn

Wenn die Gewerbefläche entwickelt wird, soll die Essener Straße an die A448 angeschlossen werden. In dem Zusammenhang hat die SPD im Rat einen weiteren Wunsch. „Die neu entstehende Kreuzung soll zum einen sichere und übersichtliche Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger, aber auch für Radfahrerinnen und Radfahrer beinhalten. Zum anderen wird der Autobahnanbindung viel Grün zum Opfer fallen. Das soll durch Ersatzpflanzungen in Goldhamme ausgeglichen werden. Die Entwicklung und Förderung von Gewerbe ist enorm wichtig. Die Umwelt und die Bochumerinnen und Bochumer dürfen aber nicht darunter leiden“, sagt Martina Schmück-Glock.