Neuer Wald in Langendreer / Stadt reagiert auf SPD-Antrag

„Bochum bekommt einen neuen Wald, das teilte die Verwaltung zur Sitzung des Umweltausschusses mit. Damit greift die Stadt eine Forderung unseres Wahlprogramms auf und setzt einen unserer politischen Anträge um“, erklärt Jörg Czwikla, Mitglied der SPD im Rat und Vorsitzender des Umweltausschusses. „Noch in diesem Herbst könnte mit der Aufforstung begonnen werden – im Weg stehen lediglich noch Formalitäten.“

Jörg Czwikla
Jörg Czwikla

Was noch fehlt ist ein Aufforstungsantrag beim Regionalforstamt. „Die Stadt rechnet damit, dass er im Sommer genehmigt wird. Dann beginnen die Arbeiten in Langendreer“, erklärt Jörg Czwikla. „Die Stadt plant, zwischen dem Friedhof-Langendreer und der Hauptstraße zwei Hektar neuen Wald anzulegen. Das neue Waldstück ergänzt also den bestehenden Grünflächenverbund vom Volkspark über den Friedhof bis zum Honnengraben. Dieses grüne Band ist nicht nur aus ökologischer Sicht sinnvoll. Es wirkt sich positiv auf das städtische Klima aus und bindet Kohlenstoffdioxid. Außerdem hat es einen hohen Freizeitwert. Denn durch den neuen Wald soll ein Weg führen, der in das vorhandene Wegesystem eingebunden wird“, sagt der Vorsitzende des Umweltausschusses.

Laubmischwald

Der neue Wald soll aus verschiedenen Baumarten bestehen. „Unter anderem möchte die Stadt den Wald mit Traubeneichen, Ebereschen, Esskastanien und Feldahorn aufforsten. Es wird sich also um einen Laubmischwald handeln, an dessen Rand Sträucher gepflanzt werden“, erklärt Jörg Czwikla. „Anfangs werden die Bäume übrigens  bis 80 Zentimeter groß sein.“

Gemeinsam pflanzen

Für die Aufforstung hat die Stadt eine besondere Idee: „Ich finde es klasse, dass die Verwaltung vorschlägt, dass Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen und Kindergärten beim Aufforsten helfen können. Das fördert die Gemeinschaft und stärkt den Bezug zur Natur im allgemeinen und zu diesem Wald im besonderen. Ich hoffe, dass sich diese Idee umsetzen lässt und auch bei den anderen geplanten Wäldern berücksichtigt wird.“ Denn bei dem einen Wald soll es nicht bleiben. „Die Stadt plant neben dem Wald in Langendreer noch drei Hektar an der Bergener Straße und vier Hektar an der Rauendahlstraße. Das Problem ist bislang aber, dass die Stadt dort nicht alle nötigen Flächen besitzt“, sagt Jörg Czwikla.