Bochums SPD setzt auf starke Frauen in der Politik

Michelle Borkowski (l.) und Anja Butschkau MdL (r.)

Die Bochumer SPD hat auf Grundlage eines Antrages der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) ihren „Frauenförderplan“ auf den Weg gebracht. Mit dem Beschluss des Unterbezirksparteitags vom 12. April verpflichtet sich die Partei, ihre programmatischen Ansprüche auch innerparteilich konsequent umzusetzen.

Das bedeutet vor allem, Frauen in der Partei so zu fördern, dass sie ein politisches Engagement mit Familie und Beruf vereinbaren können. Hierzu gehören etwa die gezielte Ansprache und Förderung in allen Gliederungen der SPD, aber auch ganz praktische Ansätze wie die Möglichkeit, im Zuge von Parteiveranstaltungen Kinderbetreuungen anzubieten und zu nutzen. Über regelmäßige

Gleichstellungsberichte und -pläne sowie Quotierungen bei der Besetzung von Gremien beweist die SPD in Bochum, dass sie die Partei des gesellschaftlichen Fortschritts ist und bleibt.

Über die Partei hinaus wirken soll der „Gleichstellungspreis“, der ebenfalls im Frauenförderplan verankert ist. Der Unterbezirksvorstand wird auf Vorschlag der Gleichstellungskommission alle zwei Jahre diesen Preis verleihen und damit ein starkes Zeichen in die Stadtgesellschaft senden. Der Gleichstellungspreis wird für herausragendes, sichtbares und nachhaltiges Engagement für Gleichstellungsmaßnahmen in den Bereichen Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und Vereinbarkeit an Organisationen oder Einzelpersonen aus der Gesellschaft und der SPD verliehen. Die Kriterien zur Vergabe sowie die Form des Gleichstellungspreises sind Gegenstand der regelmäßigen Beratungen der Gleichstellungskommission der Bochumer SPD. Die Verleihung erfolgt dann auf den Unterbezirksparteitagen.

Das Thema „Care Arbeit“ rundete den Unterbezirksparteitag ab. Gerade in der Pandemie zeigt sich bisher, dass Frauen oft in alte Denkmuster und Rollenbilder zurückgedrängt werden. Daher setzt sich die SPD noch einmal vehement für die partnerschaftlich geteilte Erwerbs- und Sorgearbeit ein. Darüber diskutierte der Unterbezirksparteitag mit Michelle Borkowski von der AWO und Anja Butschkau, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Die Vorsitzende der AsF NRW, Inge Blask, hat in ihrem Grußwort den vorgelegten Frauenförderplan als innovatives Papier gelobt.

Nicht nur deswegen wurde dieser Unterbezirksparteitag endgültig zum ersten „Frauenparteitag“ in der Geschichte der Bochumer Parteienlandschaft.