Synagoge / SPD verurteilt Angriff scharf

„In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden Schüsse auf die Synagoge und das Planetarium abgegeben – das haben Aufnahmen aus einer Sicherheitskamera gezeigt. Ich bin erschüttert über diesen Akt der Gewalt, bin aber zugleich froh, dass niemand zu schaden kam“, erklärt Burkart Jentsch, Vorsitzender der SPD im Rat. „Diese Aktion hat leider mehr als deutlich gezeigt, dass das Sicherheitskonzept der Synagoge dringend überarbeitet werden muss“, ergänzt Karsten Rudolph, Vorsitzender der SPD Bochum.

Karsten Rudolph (l.) und Burkart Jentsch verurteilen den Angriff auf die Synagoge scharf.
Karsten Rudolph (l.) und Burkart Jentsch verurteilen den Angriff auf die Synagoge scharf.

„Unklar ist die Motivation des offensichtlich geisteskranken Schützen. Klar ist, dass wir Gewalt in jeglicher Form verurteilen und alle Bochumerinnen und Bochumer geschlossen gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zusammenstehen sollten“, sagt Burkart Jentsch.

„Darf nicht passieren!“

„Bochum ist bunt und zeigt gelebte Vielfalt, aber auch hier kommt es immer noch zu oft zu fremdenfeindlichen Übergriffen, die eine intakte und gesunde Stadtgesellschaft gefährden. So etwas darf einfach nicht passieren“, bekräftigt Karsten Rudolph.

Sicherheitskonzept anpassen

„Wir haben unsere Schlüsse aus diesem Vorfall gezogen. Unabhängig von der Motivation, ist klar, dass wir die Synagoge und jüdisches Leben besser schützen müssen. Es kam zwar niemand zu schaden, aber es hätte auch weniger glimpflich ausgehen können“, sagt Burkart Jentsch. „Vor allem wurde die Tat mitten in der Nacht begangen und erst am Morgen hat man sie bemerkt. Eine Scheibe ging zu Bruch, offensichtlich ohne, dass Alarm ausgelöst wurde. Das Land muss die Sicherheitskonzepte dringend überprüfen und eine Anpassung finanzieren“, schließt Karsten Rudolph.