Förderprogramm Kultursommer / Stadt legt buntes Konzept vor

Mehr als 100 Veranstaltungen rollt die Stadt in diesem Jahr beim Kultursommer aus. „Ich bin froh, dass sich die Verwaltung, auch auf unsere Anregung hin, um die Bundesfördermittel für einen Kultursommer beworben hat“, sagt Deborah Steffens, kulturpolitische Sprecherin der SPD im Rat. „Mit acht Institutionen aus der Kulturszene hat sie für die Bewerbung ein spannendes Konzept entwickelt.“

Deborah Steffens hat sich für den Kultursommer eingesetzt.
Deborah Steffens hat sich für den Kultursommer eingesetzt.

Am 12. Mai soll der Ausschuss für Kultur und Tourismus über die Bewerbung entscheiden, bei der es um eine stattliche Summe geht. 379.000 Euro wird der Kultursommer kosten – die Stadt beteiligt sich mit 75.000 Euro. „Mit diesem Geld kann Bochum seinen Ruf als Kulturstadt untermauern, wir fördern kulturelle Einrichtungen und vor allem wird den Menschen wieder was geboten. Die Pandemie ist eine entbehrungsreiche Zeit und viele sehnen sich nach Normalität, Kultur und Veranstaltungen. Und das Angebot des Kultursommers kann sich sehen lassen“, erklärt Deborah Steffens.

Vom Wasserturm zum Schlosspark

Cooltour, Prinz Regent Theater, Planetarium, Kulturhaus Thealozzi, Zeche Hannover, Bochumer Veranstaltungs GmbH, Bobiennale und Urbanatix sind am Kultursommer beteiligt – natürlich mit entsprechenden Abstands- und Hygienekonzepten. „So unbeschwert der Kultursommer hoffentlich wird, das Infektionsgeschehen dürfen wir natürlich nicht aus den Augen verlieren“, sagt Steffens. Trotzdem ist sie von den Formaten überzeugt. „Cooltour bietet etwa einen Kulturbiergarten am Stadtparkrestaurant an – mit ganzen drei Bühnen und 45 Einzelgastspielen. Das Prinz-Regent-Theater ist mit 20 Veranstaltungen auf seiner Open-Air-Bühne vertreten und bietet Theater, Lesungen und Musik. Das Planetarium sorgt für sphärische Projektionen unter freiem Himmel, während am Thealozzi Kinder und Jugendliche aus dem Stadteil auf die Bühne kommen“, sagt Steffens. „Auf der Bühne der Zeche Hannover wird es mit Comedy, Poetry Slam, Kabarett und Straßentheater bunt hergehen und unterm Wasserturm an der Jahrhunderthalle soll es auch vier Veranstaltungen geben. Die Bobiennale bringt Kultur dann sogar nach Hause. Es gibt Mini-Konzerte vom Hubsteiger aus direkt vor den Fenstern der Bochumerinnen und Bochumer, flankiert von der Bespielung eines Ladenlokals in der Innenstadt“, schildert Steffens das Programm. „Urbanatix macht das Angebot schließlich rund, etwa mit einer Bike-Show im Westpark oder Tanz im Schlosspark.“

Entscheidung Ende Mai

Am 25. Mai könnte es laut Angaben der Bundesstiftung zu einer Entscheidung kommen. „Ich finde, dass Bochum ein starkes Konzept mit starken Partnern vorgelegt hat und hoffe sehr, dass wir den Zuschlag über eine Förderung bekommen“, sagt Steffens.