Tiny Forests und Pocket Parks / Stadt gibt konkrete Antworten

Wo lassen sich in Bochum Tiny Forests anlegen? Und wo plant die Stadt Pocket Parks? Diese beiden Fragen wollte die SPD im Rat von der Verwaltung geklärt haben. Nun gibt es eine Antwort – die ist aber nicht gänzlich zufriedenstellend.

Jörg Czwikla
Jörg Czwikla

„Mit Blick auf die Mini-Wälder, also die Tiny Forests, haben wir die Verwaltung unter anderem gefragt, wie sie die Umsetzbarkeit einschätzt“, erklärt Jörg Czwikla, Mitglied der SPD im Rat und Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Nachhaltigkeit und Ordnung. „Leider hat die Verwaltung in ihrer Antwort auf diese Frage auch klargemacht, dass es utopisch sei, anzunehmen, es könnten in kurzer Zeit ökologisch wertvolle Flächen durch solche Mini-Wälder entstehen. Das soll uns aber nicht davon abhalten, uns trotzdem dafür einzusetzen und im Haushalt Geld dafür bereitzustellen“, sagt das Ratsmitglied. „Schließlich geht es um mehr. Auch kleine Wäldchen können Hitzeinseln abschwächen, Sickerflächen für Regenwasser schaffen, Tieren eine Heimat bieten und vor allem den Wohlfühlfaktor erhöhen. Außerdem können diese Wälder durch Patenschaften oder Pflegekooperationen das Gespür für Natur und Umwelt erhöhen und es lassen sich um Tiny Forests herum pädagogische Konzepte entwickeln. Das ist für uns Grund genug, an dem Thema dranzubleiben“, sagt Czwikla.

Pocket Parks in allen Bezirken

Martina Schmück-Glock freut sich über die positive Antwort zu den Pocket Parks.
Martina Schmück-Glock freut sich über die positive Antwort zu den Pocket Parks.

„Mit Blick auf die Pocket Parks sah die Antwort schon positiver aus“, sagt Martina Schmück-Glock, umweltpolitische Sprecherin der SPD im Rat. „Diese sieht die Verwaltung vorwiegend in Bebauungslücken. Dort sollen sie als Freizeitflächen dienen, aber auch klimatische Vorteile bringen. Allen gemein soll die gleiche Möblierung mit Lounge-artigen Sitzgelegenheiten sein, dazu Sträucher und Stauden, die besonders schön blühen. Wenn die jeweilige Fläche groß genug ist, soll es auch Spiel- und Bewegungsangebote geben“, erklärt Schmück-Glock. „Diese Flächen könnten ein echter Mehrwert sein und ich bin froh, dass der erste Pocket Park noch in diesem Jahr entstehen soll – und zwar im Bereich Vereinsstraße 33 bis 35. Darüber hinaus hat die Stadt in ihrer Antwort in allen fünf Stadtbezirken mögliche Flächen für Pocket Parks genannt. Die kleinste Fläche ist gerade mal 200 Quadratmeter groß und liegt im Bereich Diekampstraße / Schmidtstraße. Auf 2000 Quadratmetern könnte im Bereich Heinrich-Gustav-Straße / Wittekindstraße ein Pocket Park entstehen. Ich freue mich schon auf die Umsetzung.“