Lohring / SPD legt Änderungswünsche für den Neubau vor

Der Neubau der Lohring-Brücke rückt immer näher. Am 26. Mai haben die Mitglieder des Infrastrukturausschusses mehrheitlich für das Vorhaben gestimmt. „Dabei haben wir auch noch einen Änderungsantrag auf den Weg gebracht, um die Pläne der Verwaltung sinnvoll zu ergänzen“, sagt Simone Gottschlich, strukturpolitische Sprecherin der SPD im Rat und Altenbochumer Ratsmitglied.

Simone Gottschlich unterstützt die Investition in die Sportanlage am Pappelbusch.
Simone Gottschlich unterstützt die Investition in die Sportanlage am Pappelbusch.

Der Brückenneubau wird ein umfangreiches Projekt sein, das die Stadt dazu nutzen soll, zeitgleich auch die Zuwegung zur Brücke zu erneuern, also den Lohring zwischen Wittener Straße und Brücke“, sagt Martina Schnell, verkehrspolitische Sprecherin der SPD im Rat.

Martina Schnell ist es wichtig, dass im Haushalt Geld für die Förderung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung steht.
Martina Schnell wünscht sich auf dem Lohring Geh- und Radwege in beide Richtungen.

„Dabei soll nicht nur die gesamte Fahrbahn saniert werden. Passend zur neuen Brücke wollen wir zeitnah ein Konzept für getrennte Geh- und Radwege auf beiden Seiten des Lohrings, aber auch beidseits der gesamten Harpener Straße (in Richtung West und Ost). Zudem haben wir darum gebeten, baldmöglichst einen Abriss-Beschluss mit Zeitplan für die alte Buselohbrücke vorzulegen und bei der DB auf Sperrpausen für den Abriss der dann alten Lohringbrücke hinzuwirken“, sagt Schnell.

Konzept für Umleitung nötig

Simone Gottschlich ergänzt: „Während der Arbeiten an der neuen Brücke soll die alte Brücke, laut Verwaltung, zumindest in eine Richtung nutzbar sein. Es kann also sein, dass der Verkehr umgeleitet werden muss. Deswegen soll die Verwaltung der Politik rechtzeitig ein Konzept zur Umleitung vorlegen, damit Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig informiert werden, die Politik aber auch eventuell noch Änderungen an diesem Konzept vornehmen kann.“

Anwohner:innen schützen

Natürlich kommt eine derart große Baustelle nicht ohne Emissionen aus. „Lärm, Staub oder andere Begleiterscheinungen können schnell zur Belastung in einem so dicht besiedelten Gebiet werden“, sagt Simone Gottschlich. „Im betroffenen Bereich wohnen nicht nur viele Menschen, es gibt auch zwei Schulen sowie eine Kinder- und Jugendeinrichtung der Falken und einen Schrebergarten. Die Stadt soll die Emissionen und die damit einhergehenden Beeinträchtigungen daher möglichst geringhalten“, erklärt Gottschlich.

Brücken kreativ nutzen

Zusätzlich zum Antrag der Koalition hat die SPD im Rat noch eine Anfrage gestellt. „Wir möchten von der Verwaltung erfahren, inwieweit gegebenenfalls für den Abriss der alten Buselohbrücke gesonderte Sperrpausen zu beantragen sind und ob sich die alten Brücken bis zum Abriss auch kreativ nutzen lassen, also etwa für Urban Gardening oder sogar für kulturelle Veranstaltungen“, sagt Simone Gottschlich.

15,1 Millionen Euro

Eine Prüfung in 2019 zeigte erhebliche Mängel an der Lohringbrücke, deren Neubau voraussichtlich 15,1 Millionen Euro kosten soll. Die neue Brücke soll über zwei Fahrspuren mit je 3,25 Meter Breite verfügen. Dazu kommen zwei Radwege, je 1,85 Meter breit, und zwei Gehwege mit 2 Metern Breite. Nach dem Neubau soll die Harpener Straße mit einem Kreisverkehr angeschlossen werden. Als Bauzeit hat die Verwaltung 24 Monate eingeplant, anschließend erfolgt der Rückbau der alten Brücke, der neun Monate dauern soll. Sperrpausen bei der Deutschen Bahn sind für 2022 und 2023 beantragt. Im Zuge der Kanal- und Leitungsarbeiten müssen zudem 18 Bäume gefällt werden. Die Stadt plant als Ersatz, die Pflanzung von 34 neuen Bäumen als Allee entlang der Harpener Straße.