Entlastung für Eltern / Markus Knapp begrüßt Erstattung der Kita-Beiträge

Es kündigte sich an, jetzt wird es konkret: „Die Stadt Bochum entlastet gemeinsam mit dem Land Bochumer Familien“, sagt Markus Knapp, Mitglied der SPD im Rat und Sprecher im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie. Darüber hat der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 24. Juni, abgestimmt.

Markus Knapp freut sich, dass das Thema der Beitragserstattung endlich geklärt ist.
Markus Knapp freut sich, dass das Thema der Beitragserstattung endlich geklärt ist.

„Die Stadt und das Land verzichten auf Kita-Beiträge und auf die Gebühren für offene Ganztagsschulen. Den Februar betrifft das komplett, die Monate März, April und Mai immerhin noch hälftig“, erklärt Markus Knapp. „Der – zumindest teilweise – Verzicht auf die Gebühren ist völlig richtig, kommt aber relativ spät. Immerhin konnten Familien das Angebot von Kindergärten, Kindertagespflege sowie OGS nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen. Dazu kamen die Aufforderungen, die Kinder, soweit wie möglich, zu Hause zu betreuen“, sagt Markus Knapp. „Das bedeutet aber auch, das viele Eltern ihre Kinder tatsächlich von März bis Mai freiwillig selbst betreut haben und nun immer noch die Hälfte einer Dienstleistung zahlen, die sie nicht in Anspruch genommen haben. Aus Sorge um ihre Kinder, aber auch, um andere zu schützen. Das war und ist gelebte Solidarität, die den Kampf gegen das Virus gestärkt hat. Das finde ich klasse und bewundernswert“, sagt der ehrenamtliche Lokalpolitiker.

Beiträge werden verrechnet

Damit die zu viel gezahlten Beiträge nicht umständlich zurücküberwiesen werden müssen, werden sie laut Information der Stadt verrechnet. „Die für die Monate Februar bis April bereits erhobenen Beiträge bzw. Entgelte werden mit den Beiträgen für Mai bis Juli verrechnet, sodass im Regelfall für die Monate Mai und Juni keine Beitragserhebung und für den Juli eine hälftige Beitragserhebung erfolgt. Dies geschieht unabhängig davon, ob in diesem Zeitraum eine Betreuung in Anspruch genommen wird.“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Die Kosten teilen sich Land und Kommune.