Müll in Hofstede / SPD kümmert sich um mehr Sauberkeit

Dreckige Orte gibt es in fast jeder Stadt. Drei Stellen in Bochum-Hofstede hat nun die SPD im Rat gezielt den Kampf angesagt. „Konkret geht es um die Dorstener Straße, die Riemker Straße und die Herzogstraße“, sagt Martina Schmück-Glock, umweltpolitische Sprecherin der SPD im Rat. Einen entsprechenden Antrag stellt die SPD im Umweltausschuss am 15. September.

Martina Schmück-Glock
Martina Schmück-Glock

„Die Ursachen für Müll oder Unordnung sind an den drei Stellen unterschiedlich. Deswegen beauftragen wir die Verwaltung auch mit unterschiedlichen Lösungen“, sagt Martina Schmück-Glock. An der Dorstener Straße sorgen die Fast-Food-Betriebe in der Umgebung des Hannibal Centers immer wieder für Müll. Nicht alle Kundinnen und Kunden entsorgen die Essens-Verpackungen in Mülleimern. Bereits in Laer hat sich das Vorgehen bewährt, mehr Mülleimer und auch größere Mülleimer aufzustellen. So werden mehr Menschen motiviert, die Burger-Schachtel oder den Cola-Becher dann doch noch in einen Müllkorb zu werfen, statt ihn am Straßenrand oder im Gebüsch zu entsorgen“, sagt die umweltpolitische Sprecherin. „Außerdem wünschen wir uns von der Verwaltung, dass sie mit dem Hannibal Center und den Fast-Food-Betrieben Kontakt aufnimmt und auch dort das Bewusstsein für die Problematik schärft.

Niemandsland

Ein weiteres Problem bietet die Dorstener Straße zwischen Riemker Straße und der Herner Stadtgrenze. „Es handelt sich wohl um Niemandsland, denn für die Reinigung scheint sich niemand zuständig zu fühlen. Die Verwaltung soll diesen Bereich möglichst in die Straßenreinigungssatzung aufnehmen und falls erforderlich den Landesbetrieb Straßen.NRW zur Reinigung auffordern“, sagt Martina Schmück-Glock.

Illegale Müllhalde

„Das dickste Brett müssen wir wohl an der Herzogstraße bohren“, erklärt die ehrenamtliche Lokalpolitikerin. „Dort wollen wir die illegale Müllhalde in der Grünanlage neben der Kleingartenanlage dauerhaft beseitigen. Zwar reagieren Stadt und USB schnell auf Beschwerden, die über den Mängelmelder eingehen, aber das Beseitigen auf Zuruf kann keine Dauerlösung sein. Die Stadt soll dort häufiger überprüfen, ob neuer Müll abgeladen wurde. Zudem sollten die Mülldetektive eingesetzt werden, um mögliche Täter ausfindig zu machen“, erklärt Schmück-Glock. „Außerdem soll das Abladen von Müll nicht nur geahndet, sondern am besten unterbunden werden, etwa durch Zufahrtsperren.“