Schwimmbad Höntrop / SPD steht hinter aktuellen Plänen

„Der Schwimmbadstandort Höntrop wird künftig ohne Freibad auskommen müssen. Das ist eine Entscheidung, die wir vorher lange diskutiert haben und die uns nicht leichtgefallen ist“, sagt Burkart Jentsch, Ratsmitglied aus Wattenscheid und Vorsitzender der SPD im Rat. „Letztendlich sprachen aber doch mehr Gründe für den Verzicht auf das Freibad.“

Burkart Jentsch
Burkart Jentsch

Das aktuelle Bäderkonzept ist entschieden. In die Bochumer Bäderlandschaft werden enorme Summen investiert, Standorte werden umfangreich saniert oder neue Bäder gebaut. Aber es gibt auch Verluste. „Es gibt bittere Pillen, die die Bochumerinnen und Bochumer leider schlucken müssen. Dazu gehört, dass es in Langendreer und Höntrop in Zukunft keine Freibäder mehr geben wird“, sagt Burkart Jentsch. „Grundlage der Entscheidung sind unter anderem die rückläufigen Besucherzahlen der Freibäder. Betrachtet man nur die Monate Juni bis August, so waren 1995 133.200 Menschen im Freibad. Zugegeben, das ist der absolute Höhepunkt. In den Folgejahren sprechen wir aber auch von etwa 27.000, 29.000, 46.000 und 51.000 Besucherinnen und Besucher. Betrachtet man die Jahre ab 2015, dann waren es nur noch etwa 19.000, 18.000, 5.000 und 2018 wieder 19.000 Besucher“, schildert Burkart Jentsch. Die Freibäder werden also immer schlechter angenommen. Und wenn die Menschen Freibäder besuchen, dann halten sie sich nicht mehr so lange im Wasser auf, wie früher. Auch in Freibädern wurde daher ein attraktives Angebot außerhalb des Wassers immer wichtiger“, sagt Jentsch.

Immer weniger Besucher

„Die Menschen gehen weniger in Freibäder und wenn, dann schwimmen sie weniger. Dazu kommt, dass der Betrieb der Wasserflächen teurer ist, als andere Angebote. Es ist also vernünftig, auf einige Freibäder zu verzichten. Dabei reden wir natürlich immer noch von tausenden Menschen, die die Freibäder genutzt haben. Und deren Frust verstehe ich als begeisterter Schwimmer nur zu gut. Unser Plan ist es aber in Höntrop, die so gewonnene Fläche so zu gestalten, dass mehr Menschen davon profitieren, als bislang. Wir wollen ein Angebot für Menschen schaffen, die eben nicht ins Freibad gehen. Und das kann uns nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gelingen. Deswegen benötigen wir eine umfangreiche Bürgerbeteiligung. Wir wollen am künftigen Höntroper Schwimmbad eine Fläche für alle schaffen – ergänzt durch ein solides Hallenbad für alle, die Schwimmen wollen.“

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