Baustellenmanagement / SPD im Rat hat offene Fragen

Die Zahl der Baustellen in Bochum ist ein gutes Zeichen. Es tut sich was. Allerdings sorgen die zahlreichen Baustellen auch für Verkehrsbehinderungen. „Alleine die Stadt listet aktuell 20 große Baustellen auf“, erklärt Martina Schnell, verkehrspolitische Sprecherin der SPD im Rat. „Dazu gehören unter anderem Hattinger Straße, Königsallee, Castroper Straße oder auch die Lohring-Brücke. Die Baustellen sind nötig, ohne Frage, machen aber auch Probleme. Deswegen haben wir an die Verwaltung ein paar Fragen zum Baustellenmanagement“, sagt die Ratsfrau.

Die Baustelle auf der Hattinger Straße
Jens Matheuszik
Jens Matheuszik

Die Fragen hat die SPD in einer offiziellen Anfrage an die Verwaltung für die aktuelle Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Infrastruktur (10. August) gebündelt. „Unter anderem würden wir gerne von der Verwaltung wissen, ob und wie sich gerade bei größeren Baustellen die Anwohnerinnen und Anwohner informieren lassen“, erklärt Jens Matheuszik, Mitglied der SPD im Rat und im Mobilitätsausschuss. „Gerade zur Baustelle Hattinger Straße werde ich immer wieder von den Menschen angesprochen“, sagt das Ratsmitglied. „Sie würden gerne über aktuelle Fortschritte, aber vor allem Änderungen der Sperrungen oder Verzögerungen informiert werden“, erklärt Matheuszik. Die verantwortlichen Stellen wie beispielsweise Bauunternehmen sollten ihrer Verpflichtung nachkommen und entsprechend darüber informieren. Ob nun per Flyer, Beschilderung oder ähnliches. Hauptsache die Menschen werden nicht ständig von neuen Sperrungen überrascht. Auch müssten vorhandene Informationsschilder aktuell gehalten werden, um nicht mit veralteten Informationen zu verwirren. Zusätzlich wäre der Einsatz digitaler Lösungen sinnvoll, sei es also Informationen per App, Mail oder durch Einspeisung in Navi-Datenbanken oder Google Maps.“

Verständliche Umleitungen

Martina Schnell
Martina Schnell

„Natürlich geht es uns nicht nur um Anwohnerinnen und Anwohner“, ergänzt Martina Schnell. „Sei es für den motorisierten, aber auch den Fuß- und Radverkehr: Wir brauchen einfache, verständliche und sichere Umleitungen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Gerade für die beiden letztgenannten Gruppen sieht es manchmal leider anders aus. Von der Verwaltung würden wir gerne wissen, ob sie dazu die Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden berücksichtigt.“

Stadt ist am Ball

Baustellen sind auch in der städtischen Verwaltung eine Baustelle. „Die Stadt hat das Problem auf dem Schirm und Baustellenmanagement zu einer sogenannten Kernaktivität in der Bochum Strategie ernannt. Sie arbeitet also an einer zukunftsorientierten Lösung für alle Bürgerinnen und Bürger. Erste Ergebnisse gibt es bereits und bis Ende dieses Jahres soll das Projekt abgeschlossen sein. Wir würden bereits jetzt gerne wissen, wann sie die Kernaktivität gänzlich vorstellt“, sagt Martina Schnell.