Zwischenstand Stadtpark / Jörg Czwikla sieht Problem bei Baukosten

Wie geht es weiter mit dem Bochumer Stadtpark? „Die Verwaltung hat jetzt einen aktuellen Sachstandsbericht vorgelegt, und der liest sich ganz gut“, erklärt Jörg Czwikla, Mitglied der SPD im Rat und Vorsitzender des Umweltausschusses.

Der Gondelteich im Stadtpark soll entschlammt werden.
Der Gondelteich im Stadtpark soll entschlammt werden.
Jörg Czwikla
Jörg Czwikla

„Der Bochumer Stadtpark ist ein Kleinod, aber leider auch in die Jahre gekommen. Deswegen muss dringend was geschehen, damit er wieder erstrahlen kann. Durch das Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen in 2026 und der Internationalen Gartenausstellung 2027 hat die Modernisierung des Parks glücklicherweise an mehr Tempo gewonnen. Aus diesem Grund habe ich mich auch dafür eingesetzt, dass die Stadt für die Arbeiten 2,8 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellt“, sagt der ehrenamtliche Lokalpolitiker. „Insgesamt sprechen wir also von mehr als 4.840.000 Euro, die in den Stadtpark fließen. Und jetzt steht fest, was mit dem Geld schwerpunktmäßig geschieht“, erklärt Jörg Czwikla.

Gastronomie wiederbeleben

„Im März hat NRW.URBAN ein Beteiligungsverfahren durchgeführt, unter anderem mit der Politik, Anrainern und Akteuren rund um den Stadtpark. Dabei hat sich herausgestellt, dass vor allem die Gastronomie wiederbelebt, der Spielplatz überarbeitet, Wasserfall, Rosen- und Dahliengarten wiederhergestellt und der Bismarckturm in Szene gesetzt werden soll. Es geht aber auch um die Sanierung der Wege, die Aufwertung der Eingänge und einen zeitgemäßen Stadtpark. Er soll also an aktuellen Bedürfnissen der Menschen, aber auch an klimatischen Erfordernissen ausgerichtet sein.“

Unberechenbare Baukosten

„In diesem Jahr sollen vorerst etwas mehr als eine Millionen Euro ausgegeben werden – für Planungen und vorbereitende Arbeiten, wie etwa die Aussaat von Lupinen, um den Boden für Neupflanzungen vorzubereiten. Noch in diesem Herbst beginnen dann die Arbeiten am Gondelteich, der entschlammt werden muss“, fasst Jörg Czwikla zusammen. „Kommendes Jahr werden verschiedene Geländer restauriert, Sitzbereiche auf Vordermann gebracht und Wege ausgebessert. Was genau bis zum Jubiläum alles verwirklicht werden kann, ist leider unklar. Das Problem sind die enormen und teilweise unberechenbar steigenden Baukosten. In welchen Glanz der Stadtpark zu seinem Ehrenjahr erstrahlen wird, müssen wir also leider abwarten. Dennoch bin ich mir sicher, dass das was ganz Großes wird. Und das ist gut so. Schließlich ist der Stadtpark mit vielen denkmalgeschützten Bereichen historisch wertvoll, aber vor allem für die Menschen unserer Stadt ein wichtiger Ort der Freizeitgestaltung.“

Mehr zum Thema:

Virtueller Stadtpark / SPD regt Projekt an

Philipp Würzburger / Ehrung zum Stadtparkjubiläum

Stadtpark / Rot-Grün investiert knapp drei Millionen Euro zusätzlich

Stadtpark / Hans Hanke setzt sich für Pflege ein